Fliegen oder: projezierte und multiplizierte Angst
Als ich Kind war, wollte unser Hausarzt, Herr Dr. Astor, mich immer mal mitnehmen, wenn er mit seinem Flieger abhob. Meine Mutter lehnte dies kategorisch ab. Sie leidet unter absolut panischer Flugangst.
Dies hatte sich unmerklich auf mich übertragen. Es gab keinen vernünftigen Grund für diese Panik. Weder bei ihr (Angst vor dem Absturz) noch bei mir (Angst vor Übelkeit und Angst vor der Angst und vielleicht sogar Angst vor dem Absturz).
Dann kam das Jahr 1998. Mein Schwiegervater Nummer Eins (der leibliche Vater meines Mannes) erkrankte schwer und sein Zustand war derart auf der Kippe, daß es angebracht war, einen Flug zu buchen...
Am Flughafen hörten wir für unseren Flug, meinen allerersten, die Durchsage, es gäbe wohl ein technisches Problem am Flieger und der Start würde sich verzögern.
Ich war paradoxerweise höchst erleichtert. Mein Inneres und Äußeres atmeten deutlich auf.
Wunderbar, wenn es so anfängt... kann es ja nur besser werden. Ja, sie zeigte plötzlich Wirkung, meine eingebaute rosa Brille.
Dann im Flugzeug, beim Warten auf den Abflug orientierte ich mich zuerst Richtung Kotztüten - man weiß ja nicht, ob man sie nicht doch schnell zur Hand haben muß ;O)
Der Flieger rollte an, zur Startbahn, beschleunigte. Ich fühlte mich wie im Sitz festgehalten. Dann das Abheben.
Oh mein Gott, was für ein wundervolles Gefühl. Glück. Reinstes, unverfälschtes Glück. Der Ausblick, die Leichtigkeit beim Abheben, das Rumpeln durch Turbulenzen, der schräge Landeanflug in Istanbul. Keine Spur von Angst. Keine Spur von Übelkeit.
Inzwischen kann ich sagen, ich würde mich in ALLES setzen, was fliegt. In wirklich alles... und vor allem... JEDERZEIT!
Dies hatte sich unmerklich auf mich übertragen. Es gab keinen vernünftigen Grund für diese Panik. Weder bei ihr (Angst vor dem Absturz) noch bei mir (Angst vor Übelkeit und Angst vor der Angst und vielleicht sogar Angst vor dem Absturz).
Dann kam das Jahr 1998. Mein Schwiegervater Nummer Eins (der leibliche Vater meines Mannes) erkrankte schwer und sein Zustand war derart auf der Kippe, daß es angebracht war, einen Flug zu buchen...
Am Flughafen hörten wir für unseren Flug, meinen allerersten, die Durchsage, es gäbe wohl ein technisches Problem am Flieger und der Start würde sich verzögern.
Ich war paradoxerweise höchst erleichtert. Mein Inneres und Äußeres atmeten deutlich auf.
Wunderbar, wenn es so anfängt... kann es ja nur besser werden. Ja, sie zeigte plötzlich Wirkung, meine eingebaute rosa Brille.
Dann im Flugzeug, beim Warten auf den Abflug orientierte ich mich zuerst Richtung Kotztüten - man weiß ja nicht, ob man sie nicht doch schnell zur Hand haben muß ;O)
Der Flieger rollte an, zur Startbahn, beschleunigte. Ich fühlte mich wie im Sitz festgehalten. Dann das Abheben.
Oh mein Gott, was für ein wundervolles Gefühl. Glück. Reinstes, unverfälschtes Glück. Der Ausblick, die Leichtigkeit beim Abheben, das Rumpeln durch Turbulenzen, der schräge Landeanflug in Istanbul. Keine Spur von Angst. Keine Spur von Übelkeit.
Inzwischen kann ich sagen, ich würde mich in ALLES setzen, was fliegt. In wirklich alles... und vor allem... JEDERZEIT!
spirit2die4 - 8. Mai, 16:20


